Testa ReitSattel-Patent von Theo Stamm Veröffentlichung der Patentschrift schulterbewegungszonen freie Reitsättel

9. Mai 2012

Patentschrift des schulterbewegungszonen- freien Reitsattels: entwicklt von Theo Stamm

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 Patentschrift  Sattelpatent von Theo Stamm  

(Deutsche Version)

        Sattelpatent über Schultermuskel-Freistellung mit und ohne neue Kissenform

                                                                                                                   Swinging Motion genannt

Beschreibung des am 23.12. 2011 angemeldeten Sattel- Patentes

Innländische Priorität: 23.12. 2011- DE 102011 122260.3

Europäische Patentnummer: GMV Reg.5 u. 9 GMDV  010539989

Veröffentlicht unter intern.Nr.: WO 2013 091615 A 3 27.06.2013

am 04.09.2014 unter DE112012005400A5 veröffentlicht u. eingetragen

          Internationale Patent-Antrags-Nummer  PCT/DE2012/100371

Bestimmungsstaaten WO:

AE, AG, AL, AM, AO, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BH, BN, BR, BW, BY, BZ,CA, CH, CL, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DO, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, GT,HN, HR, HU, ID, IL,IN, IS, JP, KE, KG, KM, KN, KP, KR, KZ, LA, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LY, MA, MD, ME,MG, MK, MN, MW, MX, MY, MZ, NA, NG, NI, NO, NZ, OM, PA, PE, PG, PH, PL, PT, QA, RO, RS, RU, RW,SC, SD, SE, SG, SK, SL, SM, ST, SV, SY, TH, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA,UG, US, UZ,  VC,VN, ZA, ZM,ZW

 

             weltweite Anmeldung USA und  Canada

              

  Textverfasser / techn.Entwickler/ Rechte-Inhaber: Theo Stamm

Lizenz seit 16.01.2015  Testa Sattel Service & Entwicklung e.K., seit 01.05.2015 Testa Sattelkonzept GmbH

rechtliche Hinweise am Schluss der Textfassung!

 Das Patent betrifft einen neuartigen Reitsattel in mehreren Versionen, immer Schultermuskel -Bewegungszonen frei,

mit oder ohne Vollpolster-Kissen “Swinging Motion”

Die Abbildungen dienen nur der Erklärung zu dem angemeldeten Patent, sie sind nicht Bestandteil der Patentbeschreibung

1. Veröffentlichung: Tag der Anmeldung,    2.Veröffentlichung: Tag der Eintragung,   Schutzrecht seit: 23.12.2011

Technisches Gebiet:

  [0001]  Die vorliegende Erfindung betrifft einen neuartigen Sattel für Reittiere, insbesondere für Pferde, bestehend aus einem Sattelbaum mit darauf befestigten Sitzkissen sowie daran beidseitig vorgesehenen Sattelblättern sowie darunter liegenden Schweißblättern oder eine Kombination beider Blätter – Monosattelblatt genannt und Sattelkissen, welche bei Benutzung des Sattels hinter der Schulter auf dem Rücken des Reittiers aufliegen, sowie auf oder unter den Sattelblättern liegenden Steigbügelriemen die an Steigbügelhaltern, Schloss genannt,  befestigt sind.  

Stand der Technik

  [0002]  Der Erfindung liegt das Problem der Trapezmuskelschwäche und des Dauerstolperns, der mangelnden Losgelöstheit, der Lendenwirbel-Druckempfindlichkeit und Biege-Steifigkeit von Reitpferden zu Grunde. Dieses Problem wurde erst in den letzten Jahren aktiv in den Vordergrund gerückt, bedingt durch den immer größer werdenden Anteil kleinerer Pferderassen für den Freizeitbereich und die deutlich gestiegenen Reiteinsätze dank einer Steigung verfügbarer Freizeit. Gleichzeitig stieg der Anteil der weiblichen Reiter im Bereich Freizeitreiten auf über 70 – 80% an, was die Sensibilität für das Wohlbefinden des „Partners“ Pferd noch erhöht hat. Die Sattellängen waren noch vor einigen Jahren allesamt viel zu lang, weit über den achtzehnten Rippenbogen hinaus ragend Bequemlichkeit und optische Akzente auf Seiten des Reiters waren vordergründig. Nunmehr jedoch steht die Pferdegesundheit mehr und mehr im Fokus der Reiter.   [0003]  Die sechs Grundregeln jeder klassischen Grundausbildung: 1. Takt und 2. Losgelassenheit, 3. Anlehnung und 4. Schwung, 5. Versammlung und 6. Geraderichten können durch bisherige Sättel nicht befriedigend umgesetzt werden. Diese Grundlagen sind in hohem Maße voneinander abhängig und nicht trennbar. Heute wird das Pferd vermehrt freizeitmäßig genutzt. Die deutliche Zuchtauslese des Freizeitpferdes in Richtung Leichtrittigkeit entspricht oft nicht mehr den altbewährten Standards. Dadurch gerieten Faktoren, die der Gesunderhaltung dienten, unter Druck.   [0004]  Es existieren heute sehr viele Pferde mit teilweise dramatischen Rückenproblemen, die größtenteils auf falsche Besattelung zurückzuführen sind. Diese wiederum führen zu Sekundärproblemen an den Gliedmaßen, zu Dauerstolpern, diversen Haltungs- und Blockadeschäden bis hin zu Organschäden. Diese Probleme können durch Training oder Ausbildung nicht behoben werden, solange an der Ursache, also dem Grundproblem, nichts geändert wird.   [0005]  An dem Knochengerüst bzw. entlang der Wirbelsäule verlaufen die begleitenden Muskelgruppen, die sich von Kopf, Hals, Brustkasten, Widerrist, Wirbelsäule, Kreuzdarmbein bis zum Schweif hin erstrecken und ineinander wirken. Keine dieser Muskelgruppen kann ohne die andere arbeiten. Die seitlich links und rechts angeordneten Muskel – und Bändergruppen verlaufen wie ein Über- und Unterzug entlang der Wirbelsäule und des Rippenbogens und sorgen so für das Gleichgewicht, den Geradeauslauf und die Balancefähigkeit. Die oben angeordneten Dornfortsätze dienen als Anlagepunkte für Bänder und Muskeln und werden von vorne durch die Trapezmuskeln mit der Vorhand und der Schulter verbunden. Durch dieses System ist das Pferd von Natur aus in der Lage, auch höheres Gewicht zu tragen, also sowohl das Fohlen nebst Fruchtwasser im Mutterleib als auch das Reitergewicht oder die Packlast. Die seitlich verlaufenden Muskeln (Unterzüge) sind für Kräfte zuständig, die während der Bewegung entstehen. Die so genannte Vorwärts-Abwärts-Bewegung bringt dann den Rücken in eine Aufwölbe-Position, die das Schwingen und raumgreifende Untertreten der Hinterhand ermöglicht und die Tragfähigkeit der Wirbelsäule in der Bewegung erhöht.   [0006]  Entstehen hierbei Druckpunkte oder entwickeln sich Muskelpartien zurück, so wirkt das Pferd durch eine Schonhaltung diesem Schmerz oder Druck entgegen. Dabei wird es meist den Rücken nicht mehr bis zur vollen Dehnhaltung und Tragfähigkeit hoch wölben, sondern eher nach unten wegdrücken. Die Hinterhand kann dann nicht mehr kraftvoll untertreten und so das Reitergewicht auf die Gliedmaßen verteilen. Nach der Rückbildung der Trapezmuskel gibt bei einem Schritt der eine Rückenmuskel mehr nach als der andere und beim nächsten Schritt umgekehrt. Der Sattel kippt in die schwächere Rückenhälfte, also wechselseitig nach links und rechts. Dabei wird der Schwerpunkt des Reiters zur linken bzw. rechten Körperhälfte hin verschoben. Durch die Befestigung des Sattels mittels Gurten um den Pferderumpf wirkt die Krafteinwirkung als seitliche Kraft auch auf die senkrechten Dornfortsätze. Dadurch werden die seitlich neben den Dornfortsätzen liegenden Muskelpartien und Gruppen, die eigentlich den Schwung und die Fortbewegung unterstützen sollen, zu reinen Stabilisierungsmuskeln umfunktioniert. Das Problem verstärkt sich fortlaufend, die Spitzen der Schulterblätter ragen in der Bewegung gegen das untere Sattelblatt (Schweißblatt) und der Oberarmstrecker kann immer weniger bis gar nicht mehr extrahieren.  

                  Trapezmuskel atrophiert Testa FOTO Patent JPGAtrophierter Trapezmuskel

 

Prinzip des Beuger -und Streckermuskels

[0007]  Der Oberarmbeuger (Bizeps) muss sich zum Anwinkeln des Unterarmes, also zur Vorwärtsbewegung, zusammenziehen, er verkürzt sich, wird fester und deutlich dicker, um so den Unterarm anzuheben. Um den Unterarm nun wieder zu strecken, ist der parallel dazu liegende zweite Muskel erforderlich, der Oberarmstrecker (Trizeps). Er befindet sich auf der Rückseite des Oberarmes. Zieht er sich zusammen (extrahiert), um den Beuger zu strecken, verkürzt er sich und vergrößert seine Oberfläche, die sich geradezu erhebt und um ein mehrfaches in seiner Ausdehnung zunimmt. Dazu benötigt er Platz, der nachfolgend auch als „Bewegungszone“ hinter der Schulter bezeichnet wird. Gerade diese Bewegungszone muss frei bleiben. Die Biegefunktion von Genick und Schulter (Streck- oder Längsbiegung) sowie die Biegefunktion der vorderen (hinter den ersten Rippenbögen) und hinteren (hinter dem 18. Rippenbogen) Biegefähigkeit (Seitenbiegung) darf nicht beeinträchtigt werden, wenn das Pferd sich ungehindert und im Rahmen seiner genetischen Möglichkeiten und der Spezies möglichen Art und Weise mit dem Reiter fortbewegen soll. Bei falscher, belasteter, also nicht frei gestellter Schultermuskulatur kommt es dann zu einer zu starken Belastung und einer anhaltenden Rückbildung des Trapezmuskels und folgend zur Überbelastung der Vorhand, die Tragfähigkeit der gesamten Wirbelsäule nimmt immer weiter ab.  

Vorhandmuskulatur: bisher unter erheblichem Druck durch das untere Sattelblatt (Schweißblatt) bzw. Mono-Sattelblatt

Oberarmstrecker TESTA JPG

Auswirkungen auf das Nervengeflecht

  [0008]  „Das Ganglion stellatum“, ein wichtiges Nervengeflecht für die Vorhandaktivität, stellt einen Teil des sog. „sympathischen Nervensytems“ dar. Eine Inversion geht mit einer Blockade der ersten Rippe und teilweise der Vorhand einher und ist zu 90 % störfeldbedingt. Es liegt beim Pferd links im Bereich des ersten Interkostalraums auf dem M. longus colli auf, rechts ist es zweigeteilt und liegt der Trachea lateral an. Dieses „Ganglion stellatum“ versorgt Hals, Vorhand (Arm), Herz und Lunge mit symphatischen Fasern. Aus der anatomischen Beschreibung lässt sich folgendes schließen: Aufgrund der Lage des Ganglion stellatums ist es bei der sog. „Trapezmuskel-Rückbildung“  nicht verwunderlich, dass eine Wirbel- und Vorhandblockade in diesem Bereich folgt.  

Darstellung des Nervengeflechtes Ganglion-stellatum im Trapezius, erarbeitet von Theo Stamm

Trapezmuskel TESTA Patent_mod

Weitere Folgen für die nervalen Strukturen

  [0009]  Die nervalen Strukturen, die durch die im Tonus erhöhte Muskulatur auftreten, erfahren bei Trapezmuskelschwäche eine Komprimierung. Eventuelle Folgen können Sensibilitätsstörungen der Vordergliedmaßen sein, welche sich in vermehrtem Stolpern äußern. Nicht vergessen darf man, dass es durch die dauerhaft erhöhte Kopf-Halshaltung bei bestimmten Gangarten zu einer Verengung der Foramina intervertebralia (Austrittsöffnungen der Spinalnerven) in diesem Bereich kommt. Die dort austretenden Spinalnerven führen sowohl motorische, sensible als auch vegetative Fasern. Fasern des N. phrenicus treten aus den Halssegmenten fünf bis sieben aus.   [0010]  Störungen in diesem Bereich äußern sich weiter in komplexen Koordinationsstörungen und weiteren Muskelschwächen. Außerdem darf man die vegetativen Nervenfasern nicht außer Acht lassen. Sympathische Fasern der ersten sieben Brustwirbel geben ihre Informationen an ein vegetatives Nervenknäuel (Ganglion stellatum) ab, die dieses Nervenknäuel versorgt.   [0011]  Störungen in diesem Bereich äußern sich ebenfalls durch einen erhöhten Sympathikustonus. Dieses führt unter anderem häufig zu einer Verengung der Gefäße. Weitere Anzeichen für einen erhöhten Sympathikustonus können vermehrtes Schwitzen, Unruhe, Angst sowie Pulsfrequenzsteigerung sein.   [0012]  Das darauf folgende größte Problem für Reiter und Pferd ist am Ende das Dauer-Stolpern des Pferdes durch Berührung eben dieses empfindlichen Gangliom Stelatum-Bandes (Geflechtes) durch den Sattel im Bereich seines Kopfeisens; dies wiederum durch den Verfall des Trapezmuskels, also eine Muskelatrophie. Durch den anhaltenden Pressdruck auf den Oberarmstrecker sowie den Quetschdruck auf den „breiten Rückenmuskel“ und die daraus folgernde Stoffwechsel-Reduktion in den Muskelfasern, mit der Folge der Muskelübersäuerung, wird also ein anhaltendes Problem erzeugt. Dies versuchen in der Übergangsphase die Pferde durch Kompensation auszugleichen, d.h. der Reiter merkt es nicht sofort.  

                        Folgen des Kompensationsverhaltens

 

[0013]  Bisher wurde nur versucht, dieses Problem quasi am Ende der Folgerungen, an denen das so genannte Kompensationsverhalten des Pferdes bereits eingesetzt hat, zu lösen, und nicht dessen Ursache zu beheben. Beim Kompensationsverhalten weicht das Pferd dem Schmerz oder Druckpunkt aus.     [0014]  Es bewegt sich verkrampft und verändert seinen natürlichen Bewegungsablauf, um so Positionen zu finden, die den Schmerz vermeiden. Die Folge ist dann, dass ein kompensierendes Pferd niemals seine volle Leitungsfähigkeit erbringen kann, da durch das Kompensieren Energie aufgewendet wird und durch die falsche Körperhaltung Muskeln verkrampfen können und erforderliche Muskeln nicht richtig eingesetzt werden. Dies wurde in der Vergangenheit (bzw. wird teilweise bis heute) auf medizinischem Wege versucht zu behandeln. So wird häufig gegen das Ermüden der Muskeln im Druckbereich durch die mangelnde Versorgung mit Blut, Energie, Sauerstoff und Eiweiß mit Gymnastisierung, Fitnesstraining und die Zufuhr von Vitamin E, Equitop Myoplast (ein Muskelaufbaupräparat),Massagen, Solarieneinsatz, Magnetfeldtherapie und Akupunktur behandelt.   [0015]  Die Trainings sind sicherlich auch heute noch eine begleitende Maßnahme, die Verabreichung von Medikationen jedoch wird durch Beachtung der Druckpunkte beim Schulterfrei-Sattelkonzept überflüssig. Das gleiche gilt auch für die Länge der Kissen im Bereich der Lendenwirbel.   [0016]  Die Biomechanik der Pferdewirbelsäule wird durch die Druckpunkte hinter dem achtzehnten Brustwirbel beeinträchtigt, da hier einerseits keine Tragfähigkeit mehr gewährleistet ist und andererseits die Biegefähigkeit beeinträchtigt wird. Die Lendenwirbel eins bis fünf gelten als die Biegewirbel des Rückens. Werden diese durch die beidseits der Dornfortsätze liegenden Sattelkissen und durch den Pressdruck über das Reitergewicht am Biegen gehindert und blockiert, kann das Pferd seinem natürlichen Bewegungsfluss nicht mehr nachkommen. Die Biomechanik ist blockiert. Teils erschwert noch zusätzlich die Erhöhung des Rückens im Bereich der Lendenpartie (Überbauung genannt) die Möglichkeit des Untertretens, da durch den Bewegungsfluss beim Vorwärtsschreiten diese Bereiche eine starke Beweglichkeit erfordern. Das Pferd kompensiert auch hier wie zuvor ausgeführt.  

Folge des Dauer-Drucks auf die Vorhandmuskulatur: Rückbildung der gesamten Trapez-Muskulatur bis in den Longissimus-dorsi

DSC_1277Bilddarstellung von Theo Stamm zum Patent

                                        Darstellung der Erfindung

  [0001]  Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Sattel für Reittiere, insbesondere für Pferde, zu schaffen, der dem Reittier eine aktive Hilfe zur Ausbildung, Gesunderhaltung und Korrektur der Bemuskelung seiner Rückenpartie und Gesunderhaltung der Biomechanik ermöglicht.   [0002]  Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Sattels sind in den Unteransprüchen angegeben.   [0003]  Danach ist ein Sattel der eingangs genannten Art dadurch gekennzeichnet, dass die Schweißblätter unterhalb der Ortspitze des Kopfeisens eine nach hinten weisende kurvenförmige Rückstellung aufweisen.   [0004]  Die erfindungsgemäße kurvenförmige Rückstellung der seitlichen Kissen an den Schweißblättern verhindert vorne die sonst übliche „Quetschung“ des Oberarmstreckers hinter dem Schulterblatt, und hinter dem Kissen gewährleistet es – besonders im Zusammenspiel mit einer nachstehend näher beschriebenen bevorzugten Ausführungsform des Sattelkissens – einen sanften, verteilten Druck gegen den sog. „breiten Rückenmuskel“ beim Angurten des Sattels.   [0005]  Durch die erfindungsgemäße Rückstellung des Schweißblattes gewährleistet der Sattel eine absolute Schulter- und Muskelfreiheit, seitlich die ungehinderte Beweglichkeit bei der Streckdehnung und hinten durch eine nachstehend näher beschriebene spezielle Kissenstellung bis maximal zum achtzehnten  Brustwirbel eine optimale Biegefähigkeit. Das Ergebnis sind besser und freier laufende sowie gesündere Pferde, mehr Dynamik und mehr fließende und raumgreifende Bewegung, leichtere Biegefähigkeit und ungehinderte Biomechanik der gesamten Wirbelsäule. Der erfindungsgemäße Sattel kann prinzipiell in allen Reitdisziplinen eingesetzt werden.  

Darstellung der Schulter-Bewegungszonen- Rückstellung des

unteren bzw. Mono- Sattelblattes(Schweißblatt)

Hier mehr zur Beratung: http://www.testa-sattelkonzept.de/beratung/

Muskulatur Freiraum m TEXT TESTA_neu

                              Kurzbeschreibung der Zeichnungen

  [0006]  Weitere Ziele, Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten des erfindungsgemäßen Sattels ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von der Zusammenfassung in einzelnen Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.   [0007]  In den Zeichnungen zeigen   [0008]  Fig.1 eine Sattelvariante für Kleinpferde sowie für Warm- und Vollblüter, zum Dressur- und Freizeitreiten mit unterschiedlichen Sitzpolstern;   [0009]  Fig.2 eine Sattelvariante für Springpferde;   [0010]  Fig.3 eine weitere Sattelvariante mit dritter Gurtstrupfe.  

Hier nur Details der Skizzen zum Patent

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                         Ausführung der Erfindung von Theo Stamm

  [0011]  Die in Fig.1 dargestellte, vorteilhafte aber keinesfalls ausschließliche und daher beispielhafte Ausführung zeigt eine Sattelvariante für Kleinpferde sowie für Warm- und Vollblüter, zum Dressur- und Freizeitreiten in einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in bis zu vier Sitzformen (Sitztiefen) und verschiedenen Sitzpolstervarianten (Ripp- und Glattsitz).   [0012]  Wie aus Fig.1 ersichtlich, ist die Rückstellung 40 vorzugsweise derart gestaltet, dass das Schweißblatt 4 in ihrem Verlauf beginnend ca. 1 bis 3 cm unterhalb der Ortspitze des Kopfeisens 1 beispielsweise ca. 12 cm unterhalb des Kissenbeginns in einem Radius von ca. 5 cm bis zu einer gedachten Linie 101, die ca. 3 bis 5 cm hinter der gedachten senkrechten Linie 100 verläuft, zurückgestellt. Das seitlich hinter der Pferdeschulter anliegende bzw. beginnende Sattelkissen 5 wird vorzugsweise so in einer Länge von bis zu 14 bis 15 cm um diesen Wert zurückgestellt. 4 bis 6 cm vor dem unteren Ende des Schweißblattes 4 führt die Rückstellung wieder 2,5 cm in Richtung auf die gedachte senkrechte Linie 101 zurück, endet aber um 2 cm vor dieser Linie 101.   [0013]  Der Verlauf des Schweißblattes 4 steht also um ca. 6 bis 6,5 cm hinter dem Sattelblatt 3 zurück, da das Sattelblatt 3 vorzugsweise ringsum einen Überstand von ca. 1,5 cm je Seite gegenüber dem Schweißblatt 3 aufweist. Dadurch entsteht keine „Quetschung“ hinter dem Sattelkissen 5 sowie nur ein sanfter – weil verteilter – Druck gegen den breiten Rückenmuskel beim Angurten des Sattels.   [0014]  Fig.2 zeigt eine Sattelvariante für Springpferde. Wie aus Fig.2 ersichtlich, ist die Rückstellung 40 in dieser Ausführungsform vorzugsweise derart gestaltet, dass das Schweißblatt 4 in ihrem Verlauf beginnend ca. 2 bis 3 cm unterhalb der Ortspitze des Kopfeisens 1 beispielsweise ca. 14 bis 15 cm unterhalb des Kissenbeginns in einem Radius von ca. 5 cm bis zu einer gedachten Linie 101, die ca. 4 bis 6 cm hinter der gedachten senkrechten Linie 100 verläuft, zurückgestellt. Das seitlich hinter der Pferdeschulter anliegende bzw. beginnende Sattelkissen 5 wird vorzugsweise so in einer Länge von bis zu 16 bis 17 cm um diesen Wert zurückgestellt. 6 bis 7 cm vor dem unteren Ende des Schweißblattes 4 führt die Rückstellung wieder in Richtung auf die gedachte senkrechte Linie 101 zurück, kann jedoch auch zusammen mit dem Sattelblatt 3 (bei dickerer Kissenausführung) bis zu dessen vorderer Ausladung reichen, hinten und unten hat das Sattelblatt 3 einen Überstand von ca. 1,5 cm gegenüber dem Schweißblatt 4 bzw. dem Sattelkissen 5.   [0015]  Die variable Gurtung wird durch zwei variable Strupfenführungen (sog. V-Gurtung), die im unteren Bereich des Schweißblattes in Strupfen-Fixierschlaufen auf den Bauchumfang des Pferdes angepasst bzw. verstellt werden können, vorgenommen. Wie aus Fig.3 ersichtlich, ist auch eine dritte, weiter hinten liegende Gurtstrupfe möglich.   [0016]  Durch die weite Rückstellung der vorne beginnenden Schulterkissenform ist gewährleistet, dass sowohl der Muskulus deltoideus (Oberarmstrecker) als auch die dahinter erforderliche Bewegungszone der Schulter frei bleiben und ungehindert arbeiten können.   [0017]  In der Ausführungsform aus Fig.2 stehen das Sattelblatt 3 und gegebenenfalls auch das Schweißblatt 4 um ca. 12 bis zu 17 cm vor. Um hier die erforderliche Steifigkeit zu gewährleisten, sind in das Sattel- 3 und/ oder das Schweißblatt 4 zur Verstärkung Einlagen aus Carbon oder alternativ Kunststoff eingearbeitet. Dadurch ist gewährleistet, dass der Reiter beim Sitz mit kurzen Steigbügeln und stark vorgerichteter Haltung beim Springreiten den Schultermuskelbereich nicht belastet.   [0018]  Sämtliche Varianten sind sowohl mit Woll-Stopfkissen als auch mit französischen Kissen oder Latex-Kissen möglich. Die Kopfeisen sind sowohl in starrer, in auswechselbarer und auch verstellbarer Ausführung möglich.

Schultermuskulatur frei gestellt bei den von Theo Stamm patentierten Sattelmodellen 

SWEEMO SchweißblattTESTA JOY DSC_5774DSC_9135

Liste der Bezugsziffern

1  Kopfeisen 2 Sitzfläch 3 Sattelblatt 4  Schweißblatt 5  Sattelkissen 6  Steigbügelriemen

40  Rückstellung des Schweißblattes  (mit und ohne das patentierte Vollpolster-Kissen)     

                                                                                              Verschiedene Ansprüche

 Sattel für Pferde, bestehend aus einem ein Kopfeisen (1) sowie eine Sitzfläche (2) aufweisenden Sattelbaum sowie daran beidseitig vorgesehenen Sattelblättern (3) sowie darunter liegenden Schweißblättern (4) und einem Sattelkissen (5), welches bei Benutzung des Sattels hinter der Schulter auf dem Rücken des Reittiers aufliegt, sowie auf oder unter den Sattelblättern (3) liegenden Steigbügelriemen (6), die an Steigbügelhaltern befestigt sind,dadurch gekennzeichnet, dass die Schweißblätter (4) unterhalb der  Ortspitze  des  Kopfeisens     (1) eine nach hinten weisende kurvenförmige Ausnehmung / Rückstellung (40) aufweisen.    (Schulter-Bewegungszone bzw. Schultermuske l-  Bewegungszone)  Begriffsbezeichnung

Sattel nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass das seitlich hinter der Pferdeschulter anliegende bzw. beginnende Sattelkissen (5) in einer definierten Länge zurückgestellt wird.

Sattel nach den Ansprüchen 1 und 2, 

dadurch gekennzeichnet, dass der Verlauf des Schweißblattes (4) in einem definierten  Bereich hinter dem Sattelblatt (3) zurücksteht, wobei das Sattelblatt (3) vorzugsweise  ringsum einen Überstand gegenüber dem Schweißblatt (3) aufweist.

 Sattel nach einem der vorangegangenen Ansprüche

dadurch gekennzeichnet, dass eine variable Gurtung durch zwei variable Strupfenführungen sowie ggf. eine dritte Strupfe, die wahlweise auch im unteren Bereich des Schweißblattes in Strupfen-Fixierschlaufen auf den Bauchumfang des Pferdes angepasst bzw. verstellt werden können, vorgenommen wird.  

Sattel nach einem der vorangegangenen Ansprüche,

 dadurch gekennzeichnet, dass eine weite Rückstellung der vorne beginnenden    Sattelkissenform vorgesehen ist, die bewirkt, dass sowohl der Oberarmstrecker als auch die Bewegungszone der Schulter frei bleiben und ungehindert arbeiten können.  

Sattel nach einem der vorangegangenen Ansprüche

dadurch gekennzeichnet, dass das Sattelblatt (3) und/oder das Schweißblatt (4) um eine      definierte Weite – von vorzugsweise 16 bis 17 cm – vorstehen, wobei in das Sattel- (3)    und/oder das Schweißblatt (4) zur Verstärkung Einlagen aus Carbon oder Kunststoff  eingearbeitet sind.   

                                                                                                              Zusammenfassung Ansprüche

 

Die vorliegende Erfindung betrifft einen neuartigen Sattel für Pferde, bestehend aus einem ein Kopfeisen (1) sowie eine Sitzfläche (2) aufweisenden Sattelbaum sowie daran beidseitig vorgesehenen Sattelblättern (3) sowie darunter liegenden Schweißblättern (4) und einem Sattelkissen (5), welches bei Benutzung des Sattels hinter den Schultermuskeln auf dem Rücken des Reittiers aufliegt, sowie auf oder unter den Sattelblättern (3) liegenden Steigbügelriemen (6), die an Steigbügelhaltern befestigt sind. Der Sattel ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schweißblätter (4) unterhalb der Ortspitze des Kopfeisens (1) eine nach hinten weisende kurvenförmige Ausnehmung / Rückstellung (40) aufweisen. Durch die erfindungsgemäße Rückstellung der Schweißblätter gewährleistet der Sattel eine absolute Schulter- und Muskelfreiheit, seitlich die ungehinderte Beweglichkeit bei der Streckdehnung und hinten durch eine nachstehend näher beschriebene spezielle Kissenstellung bis maximal zum 18. Brustwirbel eine optimale Biegefähigkeit.    

 

 


                                            gesunde Muskulatur und ausgeprägter Trapezius 

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Fotos dienen nur der besseren Veranschaulichung, sie sind nicht Patent-Bestandteil!

Einreicher/Vertreter von Theo Stamm: Ra. Dr.Achim Limbeck, 53902 Bad Münstereifel

Textverfasser / Entwickler/Rechteinhaber :  Theo Stamm

aktueller Lizenznehmer: Testa Sattelservice & Entwicklung e.K.

Nachahmung, Verwendung von Textzitaten, Textverfremdung oder unerlaubte Verwendung und Kopie des Textes,

Überlassung von Rechten ( auch Namensrechten) ohne schriftliche Zustimmung des Erfinders sowie Nachbau der Produkte und Verwendung der Begriffe

(auch zur Verbraucher-Irreführung)  sind Diebstahl von geistigem Eigentum und

Verstöße  gegen das PatG sowie gegen das UrhG und werden mit hohen Strafen und Schadenersatz  bedroht.

Ebenfalls die Abbildungen und Darstellungen  sind alleiniges  Eigentum des Entwicklers, sie  gehören nicht zum Patent.

Links mit vielen Informationen von Theo Stamm rund um den Sattel:

Zur Testa Rückenvermessung                                    Zur Testa Sattelberatung                              Blog: Sattelanpassung

Warum stolpern Pferde?: www.pferderatgeber.blogspot.com

________________________________________    Zur Testa Sattel-Startseite  _________________________________________

Description  (Internationale Text-Version)

 

                     Description of 23.12. 2011 registered patent Sweeping Motion

                     European patent number: GMV Reg.5 and 9 CMDV 010 539 989

                      International patent application number PCT/DE2012/100371

                           Priority: 23.12. 2011 DE 102011 122260.3                          

  Text Author / Developer:  Theo Stamm

 

Technical field

[0001]  The present invention concerns a novel saddle for riding animals, in particular horses, comprising a saddle tree with a gullet plate and seat, flaps on both sides and, beneath these, sweat flaps and saddle panels that are supported on the back of the riding animal behind the shoulders when the saddle is in use, as well as stirrup leathers that lie outside of or beneath the flaps and are attached to stirrup bars.

State of the art

[0002]  The invention addresses the problem of trapezius muscle weakness, chronic stumbling, lack of release, sensitivity to pressure of the lumbar vertebrae and bending stiffness in riding horses. Awareness of this problem did not become widespread until recent years, which development is due to the growing numbers of horses of smaller breeds in recreational riding and an increase in time spent riding due to the availability of more leisure time. Parallel to these developments, the proportion of female recreational riders has increased to over 70 – 80% – another factor that has led to increased awareness of the wellbeing of the riding horse as a “partner”. Several years ago, saddle lengths were still generally much too long, extending far beyond the eighteenth rib, which is still the case in western saddles. The main focus was on rider comfort and aesthetics. Now, however, awareness of the horse’s health is increasingly moving into the foreground of riders’ attention.

[0003]  The six basic principles of classic riding: 1. rhythm and 2. release, 3. contact and 4. impulsion, 5. collection and 6. straightening cannot be implemented satisfactorily using the saddles available heretofore. These principles are highly interdependent and cannot be considered in isolation. Horses are now used increasingly in leisure-time activities. The pronounced breeding guidelines for recreational horses in the direction of ready rideability often no longer meet the standards established earlier. This has drawn attention away from factors concerned with health preservation.

[0004]  Very many horses have back problems today, in some cases quite serious problems, most of which are due to improper saddling. These problems then induce secondary problems in the limbs, chronic stumbling, various postural and blockage problems, and even organic damage. These problems cannot be eliminated by means of training or instruction as long as the cause, the fundamental problem, remains unchanged.

[0005]  The contributory muscle aggregates are attached along the length of the skeletal structures and spine from the head, neck, chest, withers, spine and sacroiliac to the tail, and function interactively. None of these muscle groups can function without the others. The bilaterally arranged muscle and ligament groups in their alternate over- and under-pattern along the spine and costal arch act in this arrangement to support standing balance, straight-ahead movement and dynamic balance. The spinous processes arranged along the top serve as the attachment points for ligaments and muscles and are connected to the forequarters and shoulders from the front of the horse by the trapezius muscles. This system gives horses a natural capacity to bear heavy loads, that is both the foal and amniotic fluid, a rider or pack load. The muscles running in the lateral direction (inner layer) handle forces generated during movement. The forwards-downwards motion then arches the back, which position facilitates sway and expansive stepping under in the hindquarters and increases the loadbearing capacity of the spine during movement.

[0006]  If pressure points develop or muscle segments show atrophy, the horse assumes a relieving posture to counter this pain or pressure. This usually results in the back no longer arching up to achieve maximum stretch and loadbearing strength, but rather pressing downwards. Powerful stepping under of the hindquarters to distribute the weight of the rider among the limbs is thus no longer possible. Once the trapezius muscle has atrophied, one back muscle yields more than the other one in one step and the other way around in the next step. The saddle tips into the weaker half of the back, i.e. alternately to the left and right. This means that the centre of gravity of the rider is shifted to the left / right half of the body. Fixation of the saddle using girths around the barrel of the horse translates the application of forces into lateral force acting upon the upright spinous processes. This changes the function of the muscle segments and aggregates running laterally next to the spinous processes, which should actually support impulsion and locomotion, forcing them to act as stabilising muscles only. The problem continues to exacerbate, the tips of the scapulae are directed in movement against the lower flap (sweat flap) and the triceps brachii muscle bulges less and less until it cannot bulge at all.

Principle of the biceps and triceps muscles

[0007]  The biceps brachii muscle must contract to bend the foreleg, that is to move forwards, whereby it is shortened, becomes harder and much thicker, thus lifting the foreleg. To extend the foreleg, the second muscle lying parallel next to it, the triceps brachii muscle, is necessary. It is on the anterior side of the foreleg. When it contracts to extend the biceps, it shortens and increases its surface area, which rises up noticeably and multiplies its volume. The space required for this movement is hereinafter designated as the “zone of movement” behind the shoulder. It is essential that this zone of movement remain unobstructed. The bending function of the neck and shoulder (extension or longitudinal bending) and the bending function’s anterior bendability (behind the first costal arches) and posterior bendability (behind the 18th rib)(lateral bending) must not be impaired if the horse is to carry a rider unhindered, within the framework of its genetic potentials and in a species-specific manner. If the shoulder musculature is not in proper form, that is under a stress load and not free to move properly, this results in overstressing and continual atrophy of the trapezius muscles, in turn causing overloading of the forequarters, and the loadbearing capacity of the entire spine is further reduced.

Effects on neuroplexus

[0008]  The “ganglion stellatum”, an important neuroplexus for forequarter activity, is part of the so-called “sympathetic nervous system”. An inversion is accompanied by a block of the first rib and parts of the forequarters and is 90% due to energy field disturbance. This ganglion is located in the horse on the left in the area of the first intercostal space on the m. longus colli and divides into two segments on the right with lateral trachea contact. This ganglion stellatum supplies the neck, forequarters (arm), heart and lungs with sympathetic nerve fibres. The anatomical description supports the following conclusion: In view of the position of the ganglion stellatum it is understandable that a spinal and forequarter block develops in this area as a consequence of so-called “trapezius muscle atrophy”.

[0009]  Further load stress in the form of a compression of the latissimus dorsi muscle (wide lateral back muscle) with conventional saddles featuring a narrow knee roll has the effect of a “pressure block” all the way to the thoracolumbal fascia and the extension of the trapezius muscle. A clearly visible “compression fold” often forms behind the knee roll in the area of the latissimus dorsi muscle, an unavoidable development due to the lack of a gentle transition from the knee roll to the sweat flap.

Further effects on neural structures

[0010]  The neural structures resulting from the raised tonicity in the musculature are compressed in cases of trapezius muscle weakness. Possible sequelae include sensory disturbances in the forelimbs as evidenced by increased stumbling. It must be remembered that the continuously raised head-neck posture in certain gaits leads to a stenosis of the foramina intervertebralia (exit openings for the spinal nerves) in this area. The spinal nerves that emerge here include motor, sensory and vegetative nerve fibres. N. phrenicus fibres emerge from cervical segments five to seven.

[0011]  Disturbances in this area also lead to complex coordination disorders and additional cases of muscle weakness. The vegetative nerve fibres represent a further important factor. Sympathetic fibres of the first seven thoracic vertebrae that supply a vegetative nerve ganglion (ganglion stellatum) conduct information to this ganglion.

[0012]  Disturbances in this area also result in raised sympathetic tonicity. This frequently leads to vascular stenosis, among other things. Other symptoms of raised sympathetic tonicity may include increased sweating, agitation, anxiety and a raised pulse rate.

[0013]  The most serious problem resulting from this complex for horse and rider is chronic stumbling by the horse due to saddle contact with this sensitive stellatum ganglion in the area of its gullet plate; this is also due to the atrophy of the trapezius muscle. The continuous pressure on the triceps brachii muscle and compression of the latissimus dorsi muscle, with the resulting metabolic reduction in the muscle fibres leading to overacidification of the muscle, thus create a chronic problem. In the initial phase, horses attempt to counter this with compensatory postures, so that the rider does not notice the problem right away.

Consequences of compensatory posturing

[0014]  Solutions attempted to date approach the problem at the end of the causal chain, so-to-speak, when the so-called compensatory behaviour of the horse is already established, instead of addressing the real causal factor. Compensatory behaviour means that the horse tries to avoid the pain or pressure point.

[0015]  The animal moves in a cramped manner, altering its natural flow of movement in order to find positions affording avoidance of the pain. The result is that a compensating horse can never achieve its full performance potential, since the compensation costs energy and the incorrect posture may cramp muscles and prevent the muscles needed for locomotion from being used properly. In the past (and in some cases even today), treatment attempts have been medical in nature. A frequent approach to countering the tiring of the muscles in the pressure zone caused by a deficient supply of blood, energy, oxygen and protein is to treat the animal with gymnastic exercise, fitness training and vitamin E, Equitop Myoplast (a muscle-building preparation), massages, solarium treatments, magnetic field therapy and acupuncture.

[0016]  Training sessions are still used as accompanying measures, but administration of medications is rendered unnecessary if the pressure points are taken into consideration in a shoulder-free saddle concept. The same applies to the length of the panels in the area of the lumbar spine.

[0017]  The biomechanics of the equine spine are impaired by the pressure points behind the eighteenth thoracic vertebra, since here no further loadbearing capacity is provided and bendability is impaired. The lumbar vertebrae one to five are the bending vertebrae of the back. If they are prevented from bending and are blocked by the saddle panels lying on both sides of the spinous processes and by the pressure from the rider’s weight, the horse is rendered unable to realise its natural flow of movement. The biomechanics are blocked. An additional factor making stepping under more difficult may be a higher back in the lumbar region (downhill balance), since the flow of movements when walking forwards demands considerable mobility in this area. Here once again, the horse compensates these effects as described above.

Description of the invention

[0001]  The present invention addresses the problem of creating a saddle for riding animals, in particular horses, that provides the riding animal with active aid in the formation, health maintenance and correction of the musculature of its back as well as maintenance of healthy biomechanics.

[0002]  According to the invention, the problem described above is solved by the characteristics of Claim 1. Advantageous design features of the saddle according to the invention are listed in the sub-claims.

[0003]  Accordingly, a saddle of the type described at the outset is characterised in that the sweat flaps below the extension of the gullet plate feature a curved cutback.

[0004]  The curved cutback of the lateral rolls on the sweat flaps according to the invention prevents the otherwise common “compression” at the front of the triceps brachii muscles behind the shoulder blade, and behind the roll it ensures – especially in interaction with a preferred design of the saddle panels described in greater detail below – a gentle distribution of pressure against the latissimus dorsi muscle when girthing the saddle.

[0005]  The saddle according to the invention constitutes an alteration of the conventional so-called “English” saddle at the front and back. In particular, the saddle according to the invention avoids the pressure peaks caused by present saddles behind the knee roll on the latissimus dorsi muscle, which pressure in conventional saddles causes lateral compression of the costal pleura and costal arches in these areas of musculature. This results from the preferable arrangement of the saddle panels beneath the entire sweat flap, so that the horse experiences the saddle as particularly pleasant due to the even distribution of lateral pressure on the lateral latissimus dorsi muscles. This pressure is unavoidably generated by barrel girthing and buckling as well as by the forces of the rider’s weight acting in the lateral direction. The actual cause of the problem was therefore not eliminated for so long because it was assumed that it could not be solved by altering the saddle design.

[0006]  Due to the cutback and large-area cushioning according to the invention, the saddle ensures absolute freedom of movement of the shoulders and musculature, unhindered lateral mobility in stretch extension and maximum bendability at the back due to a special panel position extending no further than the eighteenth thoracic vertebra, as described in greater detail below. This results in horses that move better and more freely and are healthier, show better dynamics and more flowing and expansive movement, easier bendability and unhindered biomechanics along the entire spine. In principle, the saddle according to the invention can be used in all riding disciplines.

Brief description of the drawings

[0007]  Additional objectives, characteristics, advantages and applications of the saddle according to the invention result from the following description of several exemplary implementations based on the drawings. All characteristics as described and/or illustrated, both in and of themselves and in all possible combinations, comprise the object of the invention, regardless of whether they are grouped together in individual claims or their back references.

[0008]  What the individual drawings show:

[0009]  Fig. 1 A saddle variant for small horses, both warmbloods and coldbloods, for dressage and leisure riding using different sorts of seat cushion;

[0010]  Fig. 2 A saddle variant for jumpers;

[0011]  Fig. 3 A further saddle variant with a third girth strap.

Implementation of the invention

[0012]  The implementation in Fig.1, which is an advantageous but by no means exclusive – and thus exemplary – implementation, shows a saddle variant for small horses, both warmbloods and coldbloods, for both dressage and leisure riding , in a particularly preferable implementation of the invention with up to four seat forms (seat depths) and various different seat cushion variants (ribbed and smooth seat).

[0013]  As shown in Fig.1, the cutback 40 is preferably designed in such a manner that the sweat flap 4 in its course starting about 1 to 3 cm below the extension of the gullet plate 1, for example approx. 12 cm below the edge of the roll, is cut back in a radius of approx. 5 cm up to an imagined line 101 running approx. 3 to 5 cm behind the imaged upright line 100. The saddle panel 5 with contact or front edge laterally behind the horse’s shoulder is thus preferably cut back by this amount over a length of up to 14 to 15 cm. 4 to 6 cm before the lower end of the sweat flap 4, the cutback leads 2.5 cm back in the direction of the imaged upright line 101, but ends 2 cm before this line 101.

[0014]  The course of the edge of the sweat flap 4 is thus cut back behind the flap 3 by approx. 6 to 6,5 cm, since the flap 3 preferably extends approx. 1.5 cm beyond the sweat flap 3 on each side. This eliminates the “compression” behind the saddle panel 5 and results in a gentle pressure – due to its distribution – against the latissimus dorsi muscle when the saddle is girthed.

[0015]  The saddle panel 5 starts in the area of the sweat flap 4 with the shoulder area and extends through to the back and rear end of the sweat flap 4, whereby it is reduced, however, down to about a thickness of 10 mm. Beginning at the point of contact on the back, the thickness of the saddle panel 5 is reduced in the direction of the sweat flap 4 so that at this point the cushion thickness is approx. 25 to 30 mm.

[0016]  Fig. 2 shows a saddle variant for jumpers. As shown in Fig. 2, the cutback 40 in this implementation is preferably designed in such a manner that the sweat flap 4 in its course starting about 2 to 3 cm below the extension of the gullet plate 1, for example approx. 14 to 15 cm below the edge of the roll, is cut back in a radius of approx. 5 cm up to an imagined line 101 running approx. 4 to 6 cm behind the imaged upright line 100. The saddle panel 5 with contact or front edge laterally behind the horse’s shoulder is thus preferably cut back by this amount over a length of up to 16 to 17 cm. 6 to 7 cm before the lower end of the sweat flap 4, the cutback leads back in the direction of the imaged upright line 101, but may also lead up to the front edge of the flap 3 together with this flap (in versions with thicker rolls); at the back and below, the flap 3 extends approx. 1.5 cm beyond the edge of the sweat flap 4 / saddle panel 5.

[0017]  The roll along the front of the sweat flap begins at the shoulder area and continues through up to the rear and bottom end of the sweat flap 4, whereby it is, however, reduced to a thickness of down to 10 mm. This eliminates the “compression” behind the knee roll and results in application of only gently – because distributed – pressure against the latissimus dorsi muscle when girthing the saddle. Beginning at the point of contact on the back, the thickness of the saddle panel 5 is reduced in the direction of the sweat flap so that at this point the cushion thickness is approx. 25 to 30 mm.

[0018]  The variable girthing is realised here with fixed and variable straps, or alternatively with two variable straps (so-called V-girthing) that can be adjusted to the barrel circumference of the horse in the lower segment of the sweat flap in the strap keeper. As shown in Fig.3, a third girthing strap located further back represents a further possibility.

[0019]  The generous cutback of the saddle panel form at the front ensures that both the triceps brachii muscle and the zone of movement required behind it for the shoulder remain unobstructed and are unhindered in their movements.

[0020]  In the implementation shown in Fig. 2, the flap 3, and if relevant the sweat flap 4 as well, are extended forwards by approx. 12 to 17 cm. To achieve the required level of stiffness here, carbon or alternatively plastic inlays are integrated in the flap 3 and/or the sweat flap 4 for reinforcement. This ensures that riders will not stress the shoulder muscle area when using short stirrups and leaning far forwards during jumping.

[0021]  All variants can be realised with both wool-stuffed cushions or French cushions. The gullet plates can be made in rigid, interchangeable and adjustable versions.

List of reference numerals

 

1                    Gullet plate

2                    Seat

3                    Flap

4                    Sweat flap

5                    Saddle panels

6                    Stirrup leathers

40                    Cutback of sweat flap


CLAIMS

 

  1. Saddle for horses, comprising a saddle tree with a gullet plate (1) and seat (2), flaps (3) on both sides and, beneath these, sweat flaps (4) and saddle panels (5) that are supported on the back of the riding animal behind the shoulders when the saddle is in use, as well as stirrup leathers (6) that lie outside of or beneath the flaps (3) and are attached to stirrup bars,

characterised in that

the sweat flaps (4) feature a curved recess / cutback (40) towards the back below the extension of the gullet plate (1).

  1. Saddle according to Claim 1,

characterised in that

the saddle panel (5) with contact or front edge located laterally behind the shoulder of the horse is cut back by a defined length.

  1. Saddle according to Claims 1 and 2,

characterised in that

the edge of the sweat flap (4) is cut back to behind the flap (3) in a defined area, whereby the flap (3) preferably extends beyond the sweat flap (3) along its entire edge.

  1. Saddle according to one of the above Claims,

characterised in that

the saddle panel (5) in the area of the sweat flap (4) begins in the shoulder area and extends to the back and bottom end of the sweat flap (4), whereby it is gradually reduced to a defined thickness.

  1. Saddle according to one of the above Claims,

characterised in that

the saddle panel (5) is gradually reduced to a defined thickness starting at the point of back contact in the direction of the sweat flap (4).

  1. Saddle according to one of the above Claims,

characterised in that

variable girthing is realised with fixed and variable straps, or alternatively with two variable straps, and possibly a third strap, that can be adjusted to the barrel circumference of the horse in the lower segment of the sweat flap in the strap keeper.

  1. Saddle according to one of the above Claims,

characterised in that

a generous cutback of the saddle panel form beginning at the front is provided, with the result that both the triceps brachii muscle and the zone of movement of the shoulders remain unobstructed and are unhindered in their movements.

  1. Saddle according to one of the above Claims,

characterised in that

the flap (3) and/or the sweat flap (4) are extended forwards by a defined width – preferably 16 to 17 cm, whereby carbon or alternatively plastic inlays are integrated in the flap (3) and/or the sweat flap (4) for reinforcement.


ABSTRACT

 

The present invention concerns a novel saddle for horses, comprising a saddle tree with a gullet plate (1) and seat (2), flaps (3) on both sides and, beneath these, sweat flaps (4) and saddle panels (5) that are supported on the back of the riding animal behind the shoulders when the saddle is in use, as well as stirrup leathers (6) that lie outside of or beneath the flaps (3) and are attached to stirrup bars. The saddle is characterised in that the sweat flaps (4) feature a curved recess / cutback (40) towards the back below the extension of the gullet plate (1) and are cushioned over their entire surface. Due to the cutback of the sweat flaps according to the invention, the saddle ensures absolute freedom of movement of the shoulders and musculature, unhindered lateral mobility in stretch extension and maximum bendability at the back due to a special panel position extending no further than the eighteenth thoracic vertebra.

Applicant / representative: legal Adviser  Dr. Achim Limbeck,  D-53902  Bad Münstereifel

  Text Author / Developer:  Theo Stamm

 

 

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